Wir freuen uns, euch unser neues Album präsentieren zu können:

RockMusik

Hier findet ihr Infos zur CD.
Erhältlich ist sie per Mail, auf Bandcamp und dem Deutschtradshop und natürlich live bei unseren Konzerten.

1. Brüder
T.: J. Chr. Günther (1717), Günthers Werke in einem Band, Volksverlag Weimar 1962 (Bearb. V. Zeller)
M.: M. Zloch, M. (Walzer): U. Suchanek


Brüder lasst uns lustig sein, weil das Frühjahr währet
und der Jugend Sonnenschein unser Laub verkläret.
Grab und Bahre warten nicht, wer die Rosen jetztso bricht, dem ist der Kranz bescheret.

Unsres Lebens schnelle Flucht duldet keine Zügel
und des Schicksals Eifersucht macht ihr stetig Flügel.
Zeit und Jahre flieh’n davon und vielleichte schnitzt man schon an des Grabes Riegel.

Wo sind jene sagt es mir, die vor wen’gen Jahren
ebenso und gleich wie wir jung und fröhlich waren?
Ihre Leiber deckt der Sand, sie sind in ein ander‘ Land aus der Welt gefahren.

Unterdessen seid vergnügt, lasst den Himmel walten.
Trinkt bis euch das Bier besiegt nach Manier der Alten.
Fort mir wässert schon das Maul, und ihr andern seid nicht faul die Mode zu erhalten.

Dieses Gläschen bring ich Dir, dass die Liebste lebe
Und der Nachwelt bald von Dir einen Abriss gebe.
Kann uns doch der Himmel bald, eh die Morgenglocke schallt in unsre Gräber tragen.

2. Küper sien Dochter
Dantz Büchlein Dreyßer 1720 „51 Schwaben Dänntz“ / Tanzbuch F. H. Füllgraf, Bergedorf, 1825 “ Lustig 53. Krig ich den Küper sien Dochter nicht“ / Dantz Büchlein Dreyßer, 1720 „48. Kupffer Schmitt“

3. Der Kater auf dem Dach
T./M.: Erk/Böhme, Der deutsche Liederhort, Bd. 2 Nr. 501, Leipzig 1894
M. (Rondeau): „Tomcat“ J. Penny


Es saß ein Käterlein auf dem Dach, das hätte sich bald zu Tode gelacht
Nur lache nur lache mein Käterlein fein, über’s Jahr sollst du mein Eigen sein
Wohl in mein Ärmlein will ich Dich schließen und sollt es gleich Vater und Mutter verdrießen
Ach Vater und Mutter verdreußt es nicht, sie haben euch lieb und sagen’s euch nicht
Sie haben euch lieb gewonnen, fein warm scheint uns die Sonnen
Und scheint die Sonne so leuchten die Stern, bei meinem Feinsliebchen wär‘ ich so gern.
Bei meinem Feinsliebelein allein, Gott weiß ja wen ich mein ja mein.

4. Warten im Garten
„Außer Väsen nix gewesen“: U. Suchanek / „Schlechte Vertröstung“ T/M: Erk/Böhme, Der deutsche Liederhort, Bd. 2 Nr 552b Leipzig 1894 / „Keine Polka“: V. Zeller

Ich hab‘ mir einen Garten gepflanzet, mit Rosen und gelbem Klee.
Drin wächst ein Kräutlein Vergissmeinnicht, ich hab dich lieb und Du weißt es nicht.
Ei Herzliebchen, gedenk an mich.

Das Unkraut ist mir gewachsen, den ganzen Garten voll.
Es ist mir geraten im Mondenschein, da ich und mein Liebster beinander war’n sein.
Ei Herzliebchen, gedenk an mich.

Du sagtest Du willst mir nehmen, sobald der Sommer käm‘.
Der Sommer ist gekommen ins Land, Du hast mich nicht genommen bei der Hand.
Ei Herzliebchen, gedenk an mich

„Ach Mädchen willst du warten, so warte noch ein Jahr.
Wenn ich kein‘ Andre kriegen kann, wenn ich kein Andre nehmen kann,
Ei so nehm‘ ich dich fürwahr.“

5. Pudding zum Kompott
M.: V. Zeller

6. Allerschönster Engel
M./T.: Erk/Böhme, Der deutsche Liederhort Bd. 2, Nr. 505 Leipzig 1894 / „Engelspolka“: V. Zeller

Allerschönster Engel, allerliebstes Kind (2x)
komm eile dich und küsse mich und mach geschwind.
Darum so bitt‘ ich dich, komm mein Schatz und küsse mich,
allerliebster Schatz, vergiss mich nicht.

Deine schwarzen Augen, haben mich verführt (2x)
dein Zuckermund hat manche Stund mein Herz berührt.

Ich reise in der Welt herum und du bleibst hier, (2x)
doch schicke ich tagtäglich einen Seufzer dir.

Wasser, Wasser, Wasser her, es hat Gefahr,
denn ’sonsten verbrenne ich noch ganz und gar
Komm kühle denn ich fühle wie mein Herz wie Wachs zerrinnt.

7. Jäger lieth
T.: B. Brachnike, All meine Gedanken die ich hab – Deutsche Volkslieder, Leipzig 1980 „Der leichtfertige Liebhaber (6. Str.: Bearb. TradTöchter)
M.: Dantz Büchlein Dreyßer, 1720 „20 Jäger lieth, ich ging durch einen grasgrünen Wald“

Ich ging durch einen grasgrünen Wald und hörte die Vögelein singen (2x)
Sie sangen so jung sie sangen so alt
Die kleinen Waldvögelein in dem Wald, die hör ich so gerne wohl singen
Tiralalala Tiralalala die hör‘ ich so gerne wohl singen.

Stimm an stimm an Frau Nachtigall sing mir von meinem feins Liebchen (2x)
Sing mir so hübsch sing mir so fein zu Abend da will ich bei ihr sein
Will schlafen in ihren Armen
Tiralalal…

Der Tag verging die Nacht brach an feins Liebchen das kam gegangen (2x)
Es klopft so leiß mit seinem Ring „Mach auf mach auf Feinsliebstes Kind
Ich hab ja schon lange gestanden“
Tiralalala…

„So lange gestanden hast Du nicht, ich hab ja noch nicht geschlafen! (2x)
Hab immer gedacht in meinem Sinn, wo ist nur mein allerliebst Schätzchlein hin,
Wo bist du so lange geblieben?“
Tiralalala…

„Wo ich solange gewesen bin das kann ich dir Schätzlein wohl sagen. (2x)
Wohl bei dem Bier und bei dem Wein, wo all die schönen Mädchen sein
Da bin ich auch jederzeit gern.
Tiralalala…

„Der Wein der steht dir im Gesicht, da küsste dich sicherlich keine! (2x)
Versprichst nur viel und hältst es nicht und führst mich nur allezeit hinter das Licht
Da schlaf ich doch lieber alleine!“
Tiralalala…

8. Antons Polonaisen
Notenbuch F. H. Füllgraf Bergedorf, 1820 Nr. 36 / 132 Duette für 2 Violinen, Menueten, Polonoisen et Bouren 1740-1770 Nr. 46 / Nr. 45

9. Selbstempfehlung der heiratsfähigen Mädchen
T.: Erk/Böhme Der deutsche Liederhort Bd 2, Nr 853, Leipzig 1894 (6. Str. Bearb. TradTöchter).
M.: „Lucia mit dem Lichtschwert“, U. Suchanek / „Pójž comej hyš tam do tog‘ gumna“ trad. Drehnow (Lausitz) nach einer Aufnahme von Marjanna Senkowa (1972) / „Mecklenburger Dreischritt“, Das kleine dicke Liederbuch, Darmstadt 1981.


Wer wagts und will mich nehmen bin jeden Tag bereit
In den Eh’stand einzutreten, hab nicht mehr lange Zeit
Ewig ohne Mann zu sein, wär‘ für mich ein Höllenpein

Niemand braucht sich mein zu schämen, bin schön von Angesicht
Wer zum Weibe mich will nehmen betrügt sich wahrlich nicht
Lunge, Leber sind noch frisch! Ich bin munter wie ein Fisch

Ich kann Komplimente machen, wie ein Fräulein so genannt
Kann auch französisch lallen, habe schrecklich viel Verstand
Und wenn man mich tanzen sieht, denkt man ich sei aus Mastricht

Ich kann mich auch selbst frisieren auf die allerschönste Art
Und auch meinen Mann barbieren, dadurch wird viel Geld gespart
Wer es nur mit mir probiert, wird gewiss nicht angeführt

Ich kann nähen, ich kann stricken, weiß wie man die Nadel fasst
Bin gelehrt in allen Stücken, was zu einer Wirtschaft passt
Tätig bin ich Tag und Nacht und treib alles mit Bedacht

Bei dem lieben Hochzeitsfeste soll es geh’n recht lustig zu
Wir essen, trinken, haben viel Gäste und ein jeder spielt (tanzt) dazu
Wer es nur mit ihr probiert, wird gewiss nicht angeführt

10. Roter Apfel
T.: Fragmente aus F. D. Gräter, Bragur Bd 3 Leipzig, 1784, S. 207 ff. „Über die Teutschen Volkslieder und ihre Musik“, M.: Notenbuch des Heinrich Nicol Philipp, Seibis 1874, Teusch Nr. 14, 13 / „Frühlingsblume“ J. Wendland

Was nutzt mir ein roter Apfel wenn er innen faulig ist
Was nutzt mir ein schönes Schätzchen wenn das Herz nicht ehrlich ist?

Wenn ich ein schön‘ Mädchen sehe, denk ich sie sei mein
Wenn ich dann zum Laden gehe, lässt sie mich nicht ein.

Dass ich dich gar nicht mag, gar nicht mag das sag ich nicht
doch zu dir, doch zu dir zu dir ins Bett leg ich mich nicht.

11. Battenshäger Polka / Prinzipielle Eigenwilligkeit
Tanzbuch aus Arendsee, Kühlungsborn, 1870, in: Heike Müns, Tänze Stücke und Lieder aus Musizierhandschriften in Mecklenburg, Rostock 1987 / V. Zeller

12. Ach wie ist es möglich
T.: Helmina von Chézy (um 1824) nach einem thüringischen Volkslied. Bearb.: V. Zeller
M.: J. Kasper / (Mazurka) „Bittersüß mit Honig“ V. Zeller


Ach wie ist es möglich, dass ich dich lassen kann,
hab dich von Herzen lieb das glaube mir.
Wär ich ein Vöglein, schnell würd‘ ich bei dir sein,
scheut‘ Falk und Habicht nicht, getreu zu dir.

Schöß mich ein Jäger tot, fiel ich in deinen Schoß,
sähst Du mich traurig an, gern stürb ich dann.
Blau blüht ein Blümlein, das heißt Vergissmeinnicht.
Dies Blümlein leg ans Herz und denk an mich.

13. Nordwind
T.: Arnim/Bretano, Des Knaben Wunderhorn, M.: TradTöchter / 132 Duette für 2 Violinen, Menueten, Polonoisen et Bouren, 1740-1770 „Polonese 60“

Steh auf Nordwind, und komm Südwind, weh mit deiner heil’gen Luft
durch den Garten, ich will warten dein in meines Herzens Gruft.
Lass dein Sausen auf mich brausen, meine Seele nach Dir ruft.

Steh auf Nordwind und komm Südwind, jag die schwarzen Wolken hin.
Mach das Dunkle das es funkle, alle Finsternis zerrinn.
Dunkle Sünden lass verschwinden und mach helle Herz und Sinn.  

Steh auf Nordwind und komm Südwind, mach mein kaltes Herze heiß.
Dich zu lieben, das zu üben, was gereicht zu deinem Preis.
Sei mir günstig, mach mich brünstig, in mein Herz die Liebe gieß!

14 Einmal ist keinmal
T.: 2,4 Pommersches Volksliedarchiv, Sign A136433-37 / 6 Ausschnitte aus “ No 65 Bauernschleifer“ C. Blum und „No 112 Schwäbisches Tanzlied“, C. M. v. Weber
M.: Mel 1. Diverses Denses pour le violon pour M. Nahke, Leipzig 1800, Mazur 14 / Mel 2,4 Tanzbuch F. H. Füllgraf, Bergedorf 1825 Nr. 28, 25 / Mel 3,5 132 Duette für 2 Violinen, Menueten, Poloisen et Bouren, 1740-1770 Schleifer S. 130 a/b / Mel 6 Tanzsammlung Dahlhoff Bd. IX/15 Westfalen 1767-1799 „Walzer oder Schleifertantz“


Zum Lieben gehört’s Küssen und’s Lieben zum Leben
weiß oft nicht was besser ist, das Kriegen oder das Geben

Zwei Fisch im Wasser, zwei Vögel im Wald
Zwei Leut‘ die sich gern hab’n, die finden sich bald

Einmal ist keinmal, das hör‘ ich nicht gern
und mag sie mich einmal nicht, brauch ich’s zweimal nicht hör’n

Mein Herz ist ein Spiegel, Bub, da schaue nur hinein
darfst schauen wie Du willst, wirst überall sein

Pfeifen Schalmeien, es fiedeln die Geigen, es dudelt der Bassum zum fröhlichen Reigen
Dass ihr die Röcke weh’n, will ich mein Mädel dreh’n, schaut Küster Klingelin blitzt nach der Bärbel hin

Geiger und Pfeifer, hier habt ihr Geld darauf, schwäbische Schleifer dudelt mir auf
Heißa, hopsa, Spielmann hab Eifer, Tänzerin lauf!

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